Von Elmar Fleisch
Die Geschichte der Mediation reicht zurück in die Antike. In den Schriften von Platon und Aristoteles beispielsweise geht es zentral um Fragen des Gemeinwohls und des Interessenausgleichs. Daraus resultieren Anforderungen an den Umgang mit Konflikten.
Mögliche Rollen und Funktionen von Vermittlern sind bereits in den antiken Texten beschrieben. In anderen Kulturen, beispielsweise der asiatischen, gibt es überdies eine lange Tradition aussergerichtliche Konfliktvermittlung. Oft werden Persönlichkeiten mit hohem Ansehen als Vermittler eingesetzt. Allerdings beeinflussen diese die Entscheidungsfindung aktiv und inhaltsorientiert. Die moderne Mediation hingegen ist prozessorientiert ausgerichtet.
Seit den siebziger Jahren nun verbreitet sich die Mediation im deutschsprachigen Raum. Nebst der “klassischen” Familienmediation haben sich inzwischen weitere Zweige der Mediation etabliert: Wirtschaftmediation, Schulmediation oder Mediation in politischen Kontexten.



